Lab Projekt #2 – Digitale Brücken
Soziale Isolation im Alter und Wege, um ihr entschieden entgegenzutreten
Partner
ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand)
2026 - 27
Themen im Fokus
Adaptive Interfaces
Artifcial Intelligence of Things (AIoT)
Digitale Soziotechnik
Künstliche Intelligenz (KI)
UX Forschung
Soziale Isolation ist ein Umstand, der gerade Menschen im fortgeschrittenen Alter betrifft. Dabei existieren viele Ursachen dieses Phänomens, die weit über rein technologisch grundierte Sachverhalte hinausgehen: Veränderungen im sozialen Umfeld, gesundheitliche Einschränkungen, Mobilitätsverlust, der Wegfall von Arbeit oder Partner:in sowie räumliche Distanz zu Familie und Freundeskreis können dazu führen, dass Kontakte seltener werden und Teilhabe schwieriger gelingt.
Vor diesem Hintergrund stellen wir uns eine zentrale Frage: Wie lassen sich digitale Brücken bauen, die Zugehörigkeit, aktive Teilhabe und gemeinschaftliches Erleben im Alter nachhaltig stärken? Und welche Stellschrauben gilt es hinsichtlich dieser Fragestellung besonders zu beachten?
Intelligente Assistenzsystzeme können bei der Bekämpfung von sozialer Isolation ein wichtiger Baustein sein: Sie sind heute weit verbreitet und versprechen Nähe über Distanz. Gleichzeitig zeigen Erfahrungen aus dem Alltag, dass digitale Kontaktmöglichkeiten nicht automatisch Verbundenheit bedeutet, besonders dann nicht, wenn etwaige Angebote an den Lebensrealitäten älterer Menschen vorbeigehen oder bestehende Hürden sogar noch verstärken.
Mit unserem Projekt “Digitale Brücken” nähern wir uns dem Thema deshalb ganzheitlich: Wir wollen verstehen, welche Faktoren soziale Isolation im Alter begünstigen, welche Ressourcen und Routinen Verbindung ermöglichen und darauf aufbauend nutzerzentrierte Interventionen gestalten, die echte Begegnung, Orientierung und soziale Einbindung fördern. Ziel ist es, echte gemeinschaftliche Erfahrung durch den konzertierten Einsatz von Technologie und entsprechendem Design zu erreichen.